Auszeichnung des Erasmus+ -Projekts „Leben am, im und mit dem Wasser"

Auszeichnung des Erasmus+ -Projekts „Leben am, im und mit dem Wasser"

Auszeichnung des Erasmus+ -Projekts „Leben am, im und mit dem Wasser" der Weiltalschule Weilmünster mit dem Qualitätssiegel des PAD

Im Erasmus+ -Projekt „Leben am, im und mit dem Wasser" wurden die Schülerinnen und Schüler  der Weiltalschule Weilmünster in Zeiten immer knapper werdenden Ressourcen mit Facetten des sensiblen Stoffes Wasser als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen vertraut gemacht. Als Partnerschulen waren das Gymnasium L`udovita Stura in Zvolen (Slowakei) und die IPS Cabrini in Tarent (Italien) beteiligt. Die Weiltalschule fungierte dabei für die drei Partnerschulen als koordinierende Schule. Die Gesamtkoordination des Projektes übernahm Frau Antje Barth von der Weiltalschule Weilmünster,

Gleichzeitig lernten sie während der Austauschaktivitäten kulturelle Traditionen, regionale Unterschiede und Besonderheiten kennen.

Auf dem Weg nach Italien 2019

In den Teilprojekten beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit folgenden Themen im Kontext des Lebens mit Wasser:

  • biologische, chemische und physikalische Gewässeruntersuchungen
  • Grundwasser und Süßwasserquellen- Ressourcen für das Leben
  • Leben am und im Wasser - Einfluss des Menschen.

Die Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe der Weiltalschule Weilmünster erwarben durch Austauschaktivitäten, Experimente und Exkursionen naturwissenschaftliche Kompetenzen und erstellten im Rahmen dieses Projektes ein Handbuch für den naturwissenschaftlichen Wahlpflichtunterricht. Durch die Verbreitungsaktivitäten konnten viele Schülerinnen und Schüler der Schulgemeinden ihre naturwissenschaftlichen und/oder sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten stärken. Die slowakischen und die italienischen Schüler konnten ihre Kompetenzen im Erlernen der deutschen Sprache durch Austauschaktivitäten. Videokonferenzen, Erarbeitung und Vorstellung von Präsentationen in deutscher Sprache und durch den Austausch in den sozialen Medien verbessern. Die Weiltalschule Weilmünster griff auf vielfältige Vorerfahrungen der Partnerschulen bei Gewässeruntersuchungen und bei chemischen Analysen (Ausbildung von Laborassistenten in italienischer Schule, gymnasiale Oberstufe in slowakischer Schule) zurück und transformierte diese für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen in Weilmünster. Andererseits traten im Projektverlauf für alle Beteiligten die Unterschiede der Wasserressourcen bezüglich Menge und Qualität in den drei Ländern deutlich zutage. Diese Unterschiede wurden in allen drei Partnerschulen für die Schulgemeinden aufbereitet und bewusst gemacht.

Zu Beginn der Projektlaufzeit wurde durch einen Gülleunfall die Weil verunreinigt. Auch dieses Ereignis wurde mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert und kritisch beleuchtet. Die Auswertung von Wasserproben, die nach der Verunreinigung über einen Zeitraum von 14 Tagen täglich entnommen wurden, trug wesentlich zum Erkenntnisprozess bei.

Im Sommer 2018 herrschte in Deutschland große Trockenheit, die teils dramatische Senkungen des Grundwasserspiegels und die Austrocknung der Weil in Weilmünster zur Folge hatten. Es häuften sich in allen drei Ländern Wetterereignisse wie z.B. Starkregen und Überschwemmungen. Darum wurden die Themen Folgen des Sommers und Klimawandel als weitere Schwerpunkte bearbeitet. Während des Austauschs mit Italien wurden die Schülerinnen und Schüler mit Unmengen von Plastikmüll konfrontiert. Dieser war auch im Meer deutlich sichtbar. Die Vermeidung von Plastikmüll beziehungsweise die kritische Auseinandersetzung mit diesem Problem wurde daraufhin in allen drei Schulen thematisiert. Auch die Aktionen von Fridays for Future begannen zu dieser Zeit und wurden diskutiert. An allen Schulen wurden Plastikgegenstände zu Kunstwerken umgestaltet. An der Weiltalschule Weilmünster wurde ein Modell zum Plastiksammeln im Meer entwickelt.

Die Ergebnisse des Erasmus + Projekts mündeten an der Weiltalschule Weilmünster in der erfolgreichen Teilnahme am Energiesparwettbewerb von co2 online.

Die Weiltalschule Weilmünster wurde u.a. aufgrund der Ergebnisse des Erasmus+ Projekts als Umweltschule des Landes Hessen zertifiziert. Insgesamt nahmen direkt am Projekt 56 Personen, davon 9 Lehrerinnen und Lehrer, als Reisende an den Austauschaktivitäten teil. Indirekt wurden durch die Treffen in den einzelnen Ländern und durch die Verbreitungsaktivitäten mindestens 3000 Personen in das Projekt mit einbezogen. Beim ersten länderübergreifenden Projekttreffen wurden Absprachen bzgl. Verantwortlichkeiten, Terminen und Evaluationen getroffen. Durch Steckbriefe lernten sich die Schülerinnen und Schüler kennen und begannen, über andere Verbreitungskanäle miteinander zu kommunizieren. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich an allen Schulen für die Teilnahme an den Austauschaktivitäten bewerben. Das Erlernen der deutschen Sprache im Fremdsprachenunterricht Deutsch war Voraussetzung zur Teilnahme am Austausch an der slowakischen und der italienischen Schule.

In der deutschen Schule wurde ein Wahlpflichtkurs „Erasmus+Projekt- Naturwissenschaften“ eingerichtet. Die daran beteiligten Schülerinnen und Schüler arbeiteten zwei Schuljahre intensiv am Projekt. In der slowakischen und in der italienischen Schule wurden Arbeitsgemeinschaften zur Projektdurchführung gegründet. Alle anderen Schülerinnen und Schüler wurden durch die Verbreitungsaktivitäten in das Projekt einbezogen. Ergebnisse der einzelnen Teilprojekte wurden ausgetauscht und Unterschiede festgestellt.

Die Weiltalschule Weilmünster nahm im Rahmen der Wiederansiedlungsmaßnahmen des Lachses in der Weil an einem Lachsbesatz teil und übernahm Lachspatenschaften, die fortgesetzt werden. Alle Präsentationen wurden in deutscher Sprache erarbeitet, die deutschen Schüler fertigten zusätzlich ihre Präsentationen noch in englischer Sprache an. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Europässe Mobilität sowie den Europass Lebenslauf, der auch Sprachkenntnisse beinhaltet. Beim letzten gemeinsamen Treffen in Weilmünster wurde über eine Projektcharta abgestimmt, die den Bürgermeistern und dem Regierungspräsidenten übergeben wurde.

Ein Handbuch als Grundlage des naturwissenschaftlichen Wahlpflichtunterrichts liegt in deutscher Sprache sowie in mehrsprachiger Form mit slowakischen und italienischen Übersetzungen für den Fremdsprachenunterricht Deutsch in Italien und der Slowakei vor. Alle Ergebnisse können auf der Homepage des Projekts eingesehen werden.

Die Schulgemeinde der Weiltalschule Weilmünster freute sich gemeinsam mit der hauptverantwortlichen Projektkoordinatorin Frau Antje Barth besonders über die Auszeichnung des Projekts mit dem Qualitätssiegel der Nationalen Agentur des PAD  (Pädagogischen Austauschdienstes) von Deutschland – eine besondere Würdigung des Projektes, über das sich alle Beteiligten sehr freuen.


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