Reinschnuppern, prüfen, ausprobieren

Reinschnuppern, prüfen, ausprobieren

Tag der offenen Tür in der Weiltalschule Weilmünster

Von Andreas E. Müller

Die Weiltalschule hat ihre Türen geöffnet und viele sind gekommen. Bei einem reichhaltigen Angebot konnten Kinder mit ihren Eltern erfahren und auch ausprobieren, was ab der fünften Klasse so alles auf sie zukommt und welche Möglichkeiten sie haben. Ganz nach dem Motto „Miteinander erfolgreich lernen“ und dabei „Stärken stärken und Schwächen unbedeutend machen“ dürfte im schulischen Angebot wohl für jeden etwas dabei sein. Schulleiterin Anette Schmittel begrüßte die Gäste und schon machte der Chor unter der Leitung von Kerstin Ochs mit dem flotten „Mary Rock“ Werbung für ein Adventskonzert der Schule, das am Mittwoch, 11. Dezember 2019 um 19 Uhr in der Katholischen Kirche Weilmünster stattfindet. Härtere Töne schlug die Schulband mit Nirvanas „Come as you are“ an.

Gleich zwei Bassisten sorgten für ein sattes Sound-Fundament. Dass in der Schule eine familiäre Atmosphäre herrscht, wie Schulleiterin Schmittel betonte, konnte man dann an allen Ständen und in diversen Klassenräumen erfahren. Eine Gruppe hatte sich im Deutschunterricht mit alten Balladen beschäftigt und diese als Theater oder Hörspiel vorgetragen, andere haben daraus einen Comic selbst gestaltet. Kreativität mit dem PC war bei „Programmieren mit der Maus“ erforderlich.

Wer lieber seine handwerklichen Fähigkeiten testen wollte, konnte dies mit Laubsägearbeiten, bei der Herstellung von sprudelnden Badekugeln im Chemieraum oder auch in der Küche beim Plätzchen-Backen. Louis, der vierjährige Sohn von Biologie- und Ethiklehrerin Alessandra Castello-Neeb schaut sich im Biologieraum um, bestaunt ein menschliches Skelett, traut sich aber nicht, es anzufassen. Dann will er wissen, wie das Blut durch den Körper fließt und seine Mutter zeigt es ihm an einer Modell-Puppe. Eindrucksvoll testen konnten die Kinder physikalische Phänomene wie elektrische Ladungen hörbar machen, mit einem Magnetstab Metallfolie zum Schweben bringen oder mittels Vakuum-Pumpe eine Schokokuss schrumpfen und wieder wachsen lassen.

In der Sporthalle konnte man sich erst ein Planetarium zeigen lassen und danach sportliche Angebote wie Klettern wahrnehmen. Durch einen Vorhang aus gelben Säcken gelangte man in einen Raum, in dem Schüler über ihre Eindrücke und Erfahrungen mit Plastikmüll im Rahmen des Ethik-Unterrichtes gesammelt hatten. Sie haben erkannt, dass unser Konsumverhalten weltweite Auswirkungen haben und das Weltklima beeinflussen kann. 

Die Schüler haben sich entschieden, nicht an den Demonstrationen „Fridays for Future“ teilzunehmen, sondern in der Schule ihr eigenes Verhalten zu überprüfen. So haben die Jugendlichen sich Ziele gesetzt wie sorgsamer einkaufen, Müll vermeiden oder weniger mit dem Auto fahren. In diesem Zusammenhang gab es natürlich auch Diskussionen über Vor- und Nachteile von Elektro-Autos.

Die Schüler haben Firmen wie Amazon oder Zalando wegen deren Verpackungen angeschrieben, aber keine oder nur lapidare Antworten erhalten. Dass die Weiltalschule gerade vom Land Hessen als Umweltschule ausgezeichnet wurde, liegt auch an Projekten wie dem Schulgarten, in dem Schüler in Zusammenarbeit mit dem Weilburger Verein „Health for Uganda“ Pflanzen aus dem afrikanischen Land angebaut, aus ihnen Essen zubereitet und schließlich ein Kochbuch geschrieben haben, das jetzt auch in einer Schule in Uganda benutzt wird.

Das „ERASMUS+“-Projekt ist eine Kooperation der Weiltalschule mit Schulen in Italien und der Slowakei. In allen drei Ländern haben Kinder beispielsweise Gewässeruntersuchungen vorgenommen und hier Lachse in der Weil ausgesetzt. Spaß hatten die Kinder auch an einem Stand, wo sie sich alleine oder in Gruppen fotografieren lassen konnten. So viel Input macht natürlich hungrig und durstig. Aber auch dafür war bestens gesorgt. In der Mensa sorgte der Förderverein der Schule für Abhilfe.

Infos zur Schule:

In die Weiltalschule, eine Kooperative Gesamtschule, gehen nahezu 600 Schüler der Klassen fünf bis zehn. Ab Klasse fünf gibt es eine Aufteilung in einen reinen Gymnasialzweig und eine Förderstufe. Diese wird Ende des Jahrgangs sechs in einen Haupt- und einen Realschulzweig aufgeteilt. Hauptschüler haben mit Erlangen des Hauptschulabschlusses nach der neunten Klasse die Möglichkeit, nach einem zehnten Schuljahr den Realschulabschluss zu machen. Die Schule legt Wert auf sportliche und musikalische Angebote, auch in Nachmittags-AGs. Außerdem gibt es bilingualen Unterricht (Englisch) sowie Sprachenfahrten für alle Fremdsprachen.


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