Juniorwahl 2021 an der Weiltalschule

Juniorwahl 2021 an der Weiltalschule

Weiltalschule 24.09.2021

Spannung liegt in der Luft, als der Wahlvorstand der Juniorwahl 2021 in Weilmünster die Siegel und Plomben der Wahlurne aufbricht und die 214 Stimmzettel der Junior-Bundestagswahl 2021 auf den Tisch fallen. Schriftführerin Lara Kottlorz trägt gewissenhaft die ausgezählten Stimmen auf dem Ergebnisblatt ein und fordert mit Wahlvorstand Marlon Koltermann gegebenenfalls eine Neuauszählung der Stimmen ein.

Der Wahlvorstand beim Auszählen der Stimmen

Aufwendige Organisation

Doch schon vorher ging es im Wahllokal „Pavillon 4“ der Weiltalschule spannend zu. 239 Schülerinnen und Schüler waren in den Tagen vorher aufgerufen, politische Teilhabe und demokratische Prozesse zu üben und eine Bundestagswahl im Kleinen durchzuspielen. Durch viele fleißige Wahlhelferinnen und Wahlhelfer wurden die Wählerverzeichnisse erstellt und Wahlbenachrichtigungen ausgegeben.

Am Dienstag, dem 21.09.2021, öffnete sich dann das Wahllokal der Weiltalschule das erste Mal für die Schülerinnen und Schüler der Klasse R8b. Viele Dinge waren für die Wahlhelferinnen zu beachten: Haben die Schülerinnen und Schüler ihre Ausweise und die Wahlbenachrichtigung dabei? Wird tatsächlich geheim gewählt? Wurden alle Stimmabgaben genau im Wählerverzeichnis dokumentiert?

Im Wahllokal der Weiltalschule

Inhaltliche Vorbereitung

Viele Klassen hatten sich im Vorfeld inhaltlich mit den Wahlgrundsätzen, der Mandatsvergabe und den zur Bundestagswahl antretenden Parteien auseinandergesetzt. So konnten alle Schülerinnen und Schüler eine gut begründete Wahlentscheidung treffen. Generell war die Schülerschaft von der Juniorwahl angetan und empfand die Wahl als gute „Demokratieübung“.

Auch der Fachbereich „Politik und Wirtschaft“ der Weiltalschule stellt der Juniorwahl ein gutes Zeugnis aus. Mit dem bereitgestellten Material konnte die Bundestagswahl sehr realitätsgetreu nachgestellt werden und ein handlungsorientierter Politikunterricht gestaltet werden. Viele Grundprinzipien unseres Wahlsystems konnten mit Hilfe der Juniorwahl in einer realen Umgebung nachempfunden werden. Schließlich bietet die Wahl auch viele unterrichtliche Anknüpfungspunkte, die in den nächsten Wochen aufgegriffen werden müssen.

Einfluss auf den tatsächlichen Ausgang der Bundestagswahl hatten die Schülerinnen und Schüler natürlich nicht, handelte es sich doch um die bundesweit durchgeführten Juniorwahlen, ein Projekt des Kumulus e.V.. Seit 1999 bringt der gemeinnützige Verein Projekte, Aktionen und Kampagnen im Bereich der Demokratieförderungen an die Schulen. Das nun auch an der Weiltalschule durchgeführte Projekt trage in besonderem Maße zur politischen Bildung der Jugend bei, so Prof. Jürgen W. Falter, Initiator des Projektes.

Ergebnis der Wahl

Überraschend ist das Gesamtergebnis der Juniorwahl in der Bundesrepublik. Während sich CDU und SPD am Wahlabend in der „richtigen“ Bundestagswahl ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, kann im Bundesergebnis der Juniorwahl insbesondere die FDP große Zugewinne verzeichnen und kommt mit 18,5% bis auf einen Prozentpunkt an die SPD heran. Erste Nachfragen ergaben, dass die Partei vor allem durch das Thema Digitalisierung bei den Heranwachsenden punkten konnte.

Verlierer der Juniorwahl ist die CDU mit 13,5%. Damit hat die Union bei den Schülerinnen und Schülern ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl halbiert. Mit 20,6 % sind die Grünen jedoch die Gewinner der Wahl. Sie konnten ihr Ergebnis um 2,7 Prozentpunkte steigern. Etwas haben beide Wahlen dann aber doch gemein: In beiden Fällen wird die Regierungsbildung schwierig werden.

Tobias Noell (Fachleiter Politik und Wirtschaft, Weiltalschule)


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