35789 Weilmünster

Mühlweg 15

Feuerwehrunterricht an der Weiltalschule Weilmünster

"Es brennt! Die Feuerwehr ist da, also muss es brennen! Da rennen sie schon am Gebäude vorbei und rollen in voller Ausrüstung große Schläuche aus. Oh je, das Dach muss brennen. Da kommen drei mit einer riesenlangen Leiter angerannt. Gleich muss der Alarm losgehen und die Mathematikarbeit fällt aus. Aber ... Moment mal ... die Feuerwehrleute sind doch maximal 15-16 Jahre alt und die meisten kenne ich doch! Das sind doch auch Weiltalschüler! Was ist denn hier los? Warum sind die nicht im Unterricht?"


Das Bild links zeigt die von den Hausmeistern eingerichtete Kleiderkammer/
das Bild rechts zeigt die Schulleiterin Frau Schmittel inmitten der ausgerüsteten Schüler

Diese Gedankengänge gingen bestimmt den Schülern – wie auch wahrscheinlich einigen Lehrkräften – durch den Kopf.

Alle Beobachtungen waren richtig. Bis auf die Tatsache, dass sich die Schüler im Unterricht befinden: Im Feuerwehrunterricht. Den gibt’s seit Beginn des Schuljahres 2018/19 nämlich an der Weiltal­schule Weilmünster. Das hessische Innenministerium fördert diese Art von Ausbildung an den Schulen und aus diesem Grund nahm der Gemeindebrand­inspektor Peter Schwarz die Idee auf und lies ein Konzept zur Umsetzung von diesem Feuerwehrunterricht in Schu­len entwickeln.

Umsetzbar war dieses jedoch nur dank der begeisterten Unterstützung der Schulleite­rin Frau Schmittel (vielen Dank hierfür von Seiten der Feuerwehr) und des enormen Engagements vieler Feuer­wehr­leute aus der Groß­gemeinde. Diese werden von ihren Arbeitgebern extra freigestellt, gehen später zur Arbeit oder nehmen sogar Urlaub, um den Unterricht zu halten.
Foto: Hier wird die Funktionsweise eines Verteilers erklärt

Ohne Schutzkleidung können die Schüler natürlich nicht arbeiten. Also wurden die Fördergelder des Landes genutzt, um die komplette Schutzausrüstung anzuschaffen. Dass alle Beteiligten begeistert und konstruktiv dieses Projekt unterstützen, zeigt an dieser Stelle, dass die Hausmeister der Weiltalschule kurzerhand eine "Kleiderkammer" gebaut haben.


Jeden Freitagmorgen kommen nun freiwillige Feuerwehrleute und "scheuchen" Schüler der Jahrgangsstufe neun oder zehn über das Schulgelände. Hierbei erklären sie im Sinne von "learning by doing" verschiedene Einsatzszena­rien der Feuerwehr. Dass dieser alternative Unterricht Spaß macht, sieht man an den Gesichtsaus­drücken aller Beteiligten.

Aber was ist der Sinn hinter diesem Konzept? Jede Gemeinde und Stadt in Deutschland muss bekannterweise eine Feuerwehr unterhalten. Die Aufgabenbereiche sind außer der klassischen Brandbekämpfung beispielsweise auch die Hilfeleistung (bei Unfällen, Hochwasser, ...). Die Freiwilligkeit der Feuerwehrleute ist die einzige Möglichkeit, diesen Bevölkerungsschutz in der bestehenden Qualität in Deutschland aufrecht zu erhalten. Und dafür benötigt man in erster Linie "(Wo-)Menpower". Somit soll mit diesem Feuerwehrunterricht das Interesse junger Menschen für die Feuerwehr geweckt, das Verständnis für die Tätig­keiten der Feuerwehrleute gestärkt und die Sensibilität vor Gefahren gefördert werden.   

Konkret lernen die Schülerinnen und Schüler Dinge wie die Arbeitsweise der Feuerwehr, was ein Brand überhaupt ist, welche Stoffe mit welchen Eigenschaften brennen und wie man sich verhalten muss, wenn es brennt oder man an eine Unfallstelle kommt.

Und wenn es mal regnet, fällt der Feuerwehrunterricht dann aus? Mitnichten. In Hinblick darauf, dass auch ein Einsatzfall keine Rücksicht auf die Wetterlage nimmt, wurden natürlich auch für diesen Fall alternative Übungen ausgearbeitet.


Foto: "Wasser Marsch"

Beispielsweise funktioniert für diesen Fall auch die Simulation eines Innenangriffs mit Menschenrettung aus der Hausmeisterwohnung. Mit hohem Aufwand werden hier von den aktiven Feuerwehrleuten Atemschutz-Attrappen zur Übung organisiert. 
                                               
 
Manch ein Schüler fragt sich beeindruckt beim Anblick der Ausrüstung mit Atem­schutzmaske, Atemluftflasche, Funkgerät, Fluchthauben, Seile, Lampe und vielem mehr, wie die Feuerwehr das im Einsatzfall alles zur Einsatzstelle bringt. Und die Jugendlichen, die nicht in den Inneneinsatz „reingehen“? Die müssen die Schlauchleitungen legen, um die im Innenangriff Befindlichen mit Wasser zu versorgen. Bezüglich des schlechten Wetters gilt hier die Devise:  "Wird es zu kalt, bewegt man sich zu langsam".

Wenn die Übung beendet ist, ist die Arbeit jedoch noch nicht vorbei, da alles wieder ordentlich an seinen Platz gebracht werden muss. Das wird dann noch einmal mühsam, denn so ein Schlauch wickelt sich nicht von alleine. Aber trotz all der Mühe sind sich alle einig: Es macht mächtig viel Spaß!

 

 Foto rechts: Schüler mit Atemluftflasche 
 
Foto Mitte: Aufräumarbeiten – hier Schlauchwickeln
                                       
 Foto links: WTS-Schüler mit voller Ausrüstung

 

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit

Schülerinnen und Schüler der Klasse R10a backen Plätzchen für die Tafel in Weilburg

Am letzten Donnerstag haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse R10a mit ihrer Klassenlehrerin Frau Höppel Plätzchen für die Tafel in Weilburg gebacken. Stellvertretend für ihre Klasse überreichten am Freitagmittag ein Schüler und die Klassenlehrerin die weihnachtlich verpackten Plätzchen. Die Tafel freute sich sehr über diese Spende und versprach, sie noch am selben Tag zu verteilen. 

Die Idee entstand während der Vorbereitung für die Präsentationsprüfung, für die eine Schülerin der Klasse R10a die Weilburger Tafel besucht hatte. Um die Arbeit der Tafel näher kennen zu lernen, unterstützte sie für einen Tag die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei ihren Tätigkeiten. Spontan entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, in der Weihnachtszeit Plätzchen für die Tafel zu backen. Die Eltern der Klasse spendierten den Teig und alle benötigten Zutaten, die Schülerinnen und Schüler mussten nur noch die Plätzchen ausstechen, backen und weihnachtlich verpacken. Für alle Beteiligten war dies ein sehr positives Erlebnis, das ihnen in Erinnerung bleiben wird.


  Foto 1, 2 und 3: Schülerinnen und Schüler der R10a beim Backen
  Foto 4: Ludger B. überreicht im Namen der Weiltalschule die Plätzchen

 

 

Erfolgreiche Weiltalschüler beim Kreisentscheid „Jugend trainiert für Olympia Tischtennis“ in Hadamar

In diesem Jahr haben erstmals zwei Gruppen der Weiltalschule am Kreisentscheid der Schulen teilgenommen. Nachdem in diesem Schuljahr eine Tischtennis-AG unter der Leitung von Peter Merget eingerichtet wurde, haben viele Schülerinnen und Schüler diesen Sport für sich entdeckt.

Daneben haben sich die schulischen Talente, die größtenteils in Mannschaften der umliegenden Vereine spielen, zusammengefunden, um die Schule beim Kreisentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ zu repräsentieren.

In der Wettkampfgruppe IV der Jahrgänge 2006 bis 2009 gab es einen holprigen Start in das Turnier. Die Weiltalschüler waren von der Leistungsdichte bei den Wettbewerben sichtlich beeindruckt und unterlagen unglücklich der ersten Mannschaft der Taunusschule mit 2:5. Zum Kreisentscheid gehört in dieser Wettkampfklasse ein spezielles Koordinationsprogramm. So mussten die Weiltalschüler Timo Kratzheller, Luis Vogt, Paul Selinger, Nick Jung, Ivo Kleinehollenhorst, Kjell Stiesch und Nico Stoiber drei Prüfungen ablegen. Es wurde mit einem Koordinationstraining gestartet, woran sich eine Staffel mit einem Ball auf dem Tischtennisschläger anschloss. Beim abschließenden Wettbewerb sollten sie Bälle in einen großen Kasten spielen. Dies gelang ihnen großartig und sie errangen in der Endabrechnung einen hervorragenden zweiten Platz in dieser Disziplin.

Die weiteren Spiele gegen das Gymnasium Philippinum in Weilburg (5:1) und gegen die zweite Mannschaft der Taunusschule (5:0) konnten souverän für die Weiltalschule entschieden werden. Dadurch erreichten sie in der Endabrechnung einen ausgezeichneten zweiten Platz, was angesichts der Tatsache, dass sie erstmalig bei einem solchen Wettbewerb dabei waren, bemerkenswert ist.

In der Wettkampfgruppe II (Jahrgänge 2002 bis 2005) hatte sich die Mannschaft um Leon Pietzner, Kevin Miegel, Leon Sennewald, Raphael Schöll, Max Weinbrenner, Henri Sänger und Kyrill Neufeld einiges vorgenommen. Bereits beim Einspielen sahen sie sehr ambitionierte junge Spieler anderer Mannschaften, die beeindruckende Ballwechsel zeigten.

Im ersten Spiel traten sie gegen einen der Mitfavoriten, die Fürst Johann Ludwig Schule in Hadamar, an. Noch neu im Wettbewerb gelangen einige gute Ballwechsel, aber für einen Punktgewinn hat es in diesem Spiel leider nicht gereicht. Dafür war die Mannschaft im zweiten Gruppenspiel, in dem es um die Teilnahme im Halbfinale ging, weitaus präsenter. Gegen die Freiherr vom Stein Schule Dauborn spielte die Mannschaft sehr ausgeglichen, so dass das abschließende Doppel für die Entscheidung sorgen musste. In einem dramatischen Spiel konnte die Weiltalschule den Sieg für sich verbuchen. Im Halbfinale gegen die Tilemannschule, dem späteren Sieger in dieser Wettkampfgruppe, wurde noch einmal alles gegeben. Aber mehr als ein Punkt durch Henri Sänger war gegen den hohen Favoriten nicht möglich.

Die Weiltalschüler erreichten damit einen sehr guten dritten Platz in ihrer Wettkampfgruppe.

Viele Eindrücke konnten bei diesem sehr gut organisierten Turnier in der Fürst-Johann-Ludwig-Schule gewonnen werden, die die Schüler für die Zukunft sicherlich eine gute Orientierung geben. Alle Teilnehmer waren der Meinung, dass sie im kommenden Jahr erneut an diesem Wettbewerb teilnehmen wollen.

 

UBUS-Kraft an der Weiltalschule Weilmünster

(UBUS = unterrichtsbegleitende Unterstützung durch eine sozialpädagogische Fachkraft)

                                         

                                                                                                                                             Bianca Burk

 

 

 

 

 Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer und liebe Eltern!


Ab dem 01.Oktober 2018 werde ich als sozialpädagogische Unterstützung an der Weiltalschule tätig sein. Um einen kleinen Einblick zu bekommen, möchte ich mich kurz vorstellen.

Berufe:

  • Heilerziehungspflegerin
  • Systemische Beraterin
  • BA Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Außerschulische Bildung

Berufliche Erfahrungen:

  • Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung
  • Aufsuchende Hilfe in Familien
  • Familiengruppenleiterin in einem Kinderdorf
  • Begleitung junger Flüchtlinge
  • Leitung und Durchführung von Freizeiten und Freizeitangeboten

Angebot an der Schule:

  • Mitarbeit in den Klassen
  • Mädchencafé am Mittwoch und Freitag in der 1. Pause
  • Ansprechpartnerin bei Fragen, Sorgen oder Wünschen für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern

Ich freue mich auf euch/Sie!

Weiltalschüler entdecken das Tischtennis Schnuppermobil

Im Rahmen der Tour des Tischtennis-Schuppermobils durch den Landkreis Limburg-Weilburg legt es einen Stopp an der Weiltalschule Weilmünster ein. Viele Schülerinnen und Schüler sind schon ganz gespannt, was denn nun in der Sportstunde von ihnen alles verlangt wird und welche Erfahrungen sie mit den kleinen Bällen machen können. Nach dem Aufbau in der ersten Stunde kommen in den nachfolgenden Unterrichtsstunden abwechselnd alle 5. Klassen in die Sporthalle um dann 45 Minuten dieses temporeichen Spieles zu erleben.

Beim Betreten der Halle sehen die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe der Weiltalschule viele unterschiedlich große Tische und auch unterschiedlich große Schläger, die Herr Murek größtenteils in seinem Schnuppermobil mitgebracht hat. Nach einer kurzen Begrüßung der Akteure durch die Schulleiterin Frau Schmittel und den stellvertretenden Schulleiter, Herr Nierfeld, geht es dann auch gleich zu dem vielfach neuen, faszinierenden Spiel.

Herr Murek, der Betreuer des Tischtennis-Schnuppermobils,  beleuchtet in seiner kurzen Ansprache mit den Kindern viele Aspekte des Spieles. Anschließend geht er gemeinsam mit allen Kindern an einen aufgebauten Tisch. Zunächst erhalten die aufmerksamen Schüler eine kurze Unterweisung zur korrekten Schlägerhaltung und er beginnt mit dem Aufschlag. Alle wollen einen Aufschlag probieren und natürlich die trickreichen Angaben von Herrn Murek auf die andere Seite des Tisches zurückbringen. Es stellt sich sehr schnell heraus, dass Tischtennis gar nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Tischtennis ist das schnellste Rückschlagspiel der Welt und erfordert daher von den Spielern enorme Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination und Konzentration. Einen Einblick darin leistet Herr Murek in einer für die Weiltalschüler eindrucksvollen Weise.

Nach einer Erläuterung zum Sinn und zum Ziel des Tischtennisspieles, teilt er die Klasse in drei Gruppen ein. Eine Gruppe arbeitet zunächst an einer Ballmaschine, die zweite Gruppe an den großen Tischen und eine weitere Gruppe an den kleinen Tischen. Die Schülerinnen und Schüler sind fasziniert von der Ballmaschine, aber auch von dem Spiel an den Tischen. Viele machen direkt ein kleines Spiel und sind hoch motiviert bei der Sache. Einige Schülerinnen und Schüler haben bereits Erfahrungen mitgebracht, für andere ist der Umgang relativ neu. Die kleinen Tische faszinieren die Kinder, denn dort ist es schwierig mit den ganz kleinen Schlägern den Tischtennisball zu treffen und ihn wieder auf den Tisch zurück zu spielen. Andere Schülerinnen und Schüler spielen das auf dem Pausenhof sehr populäre Spiel Rundlauf nun an einem normalen Tischtennistisch. Für die Schülerinnen und Schüler, die teilweise die großen Pausen zum Spielen nutzen, könnte das gerne noch länger so weiter gehen. Nach einiger Zeit werden die Stationen gewechselt, so dass alle Schülerinnen und Schüler sich an den übrigen aufgebauten Geräten versuchen können.

Um aber auch Schülerinnen und Schülern der anderen Klassen das Spielen zu ermöglichen, ist die Unterrichtszeit leider begrenzt. Alle Schülerinnen und Schüler sind begeistert und die Reaktion zeigt das.  An den jeweiligen Stationen helfen der Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung des unterstützenden Vereines, TuS 03 Weilmünster, Herr Mehl, der Kindertrainer des Vereins, Herr Baume sowie Herr Merget, der an der Weiltalschule eine neue Tischtennis Arbeitsgemeinschaft anbietet. So können die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Wochen ihre neuen Erfahrungen mit dem faszinierenden schnellen Tischtennisball vertiefen und weitergehende Erfahrungen machen.

Um die Zeit für alle angenehm zu gestalten, hat Herr Murek ansprechende Musik mitgebracht. Nach der Veranstaltung vernimmt man in vielen Klassen, dass interessierte Schülerinnen und Schüler gerne zur Arbeitsgemeinschaft kommen wollen, aber auch gerne zum Training der ortsansässigen Vereine. Entlassen werden die Schülerinnen und Schüler mit einer Einladung zu den Veranstaltungen des TuS 03  Weilmünster, einem Stundenplan als Geschenk und einem Aufkleber des Tischtennisbundes.

Alle Teilnehmer sind sich sicher, dass durch das Tischtennis-Schnuppermobil das Interesse aller Kinder für diesen faszinierenden Sport geweckt wurde und dass dadurch viele neue Tischtennisspielerinnen und -spieler gewonnen werden können.