35789 Weilmünster

Mühlweg 15

Latein und Französisch

Sehr geehrte Eltern,

mit dem Ende der 6. Klasse stehen Sie und Ihre Kinder vor der Wahl zwischen Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache für ihr Kind.

Die Entscheidung für die passende zweite Fremdsprache ist sicher nicht immer einfach, zumal sie für mindestens vier Jahre bindend ist. Deshalb geben wir Ihnen als Vertreter der Fächer Französisch und Latein an der Weiltalschule Hinweise zu Französisch und Latein an unserer Schule. Natürlich stehen wir Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

                                 Uwe Dombach und Anette Schmittel

Latein als zweite Fremdsprache

Wer lernt Latein?

Latein ist traditionell die Sprache des Gymnasiums. Wieso sollten also unsere Gymnasiasten nicht die Gelegenheit erhalten, ihren Fähigkeiten entsprechend in besonderer Weise herausgefordert und gefördert zu werden?

Was erwartet Latein?

Schülerinnen und Schüler, die Latein als zweite Fremdsprache wählen möchten, sollten bestimmte Voraussetzungen dafür mitbringen:

  •    Möglichst gute Leistungen in Deutsch Englisch
  •    Konzentrationsfähigkeit
  •    Lernwille
  •    Ausdauer und Durchhaltevermögen
  •    Interesse an Sprache und der Funktion vonSprache
  •    Freude am Umgang mit (fremd-sprachlichen) Texten
  •    den Wunsch, die Antike und ihren Alltag, ihre Geschichte, Denkweise, Kultur und Literaturkennenzulernen

Welche Schwerpunkte setzt der Lateinunterricht?

Der Unterricht im Fach Latein unterscheidet sich von dem einer modernen Fremdsprache und eröffnet somit neue Wege des Erlernens einer Sprache:

  •   1.  Die Unterrichtssprache ist Deutsch; Schülerinnen und Schüler brauchen sich nicht auf eine fremde Aussprache einzulassen.
  • Die Grammatik des Lateinischen wird auch systematisch erlernt, so dass Lateinschülerinnen und -schüler ein vertieftes Verständnis für grammatische Strukturen überhaupt entwickeln.
  • Die Arbeit mit Sprache und Texten steht im Mittelpunkt. So sollen die Schülerinnen und Schüler im Lateinunterricht lernen, sich auf einen lateinischen Text einzulassen, genau hinzusehen, die Texte ins Deutsche zu übersetzen, Zusammenhänge zu überblicken und Aussage und Intention des Textes kritisch zu bewerten. Zurückhaltende Schülerinnen und Schüler haben genügend Zeit, sich in den lateinischen Text hineinzudenken und eine Übersetzung zu erstellen. Dies erfordert nicht spontane Äußerungen in einer Fremdsprache, aber die Bereitschaft, sich intensiv mit einem Text auseinanderzusetzen.
  • Übersetzte Texte werden besprochen und ausgewertet. Erste Kenntnisse der Textanalyse und -interpretation werden erworben.

 Was bietet Latein?

Latein hilft wenig, wenn man sich im Ausland eine TasseKaffee bestellen oder sich mit seinem Tischnachbarn unterhalten möchte. Aber: Latein ist ein grundlegender Bestandteil europäischer Bildung.

Latein zu lernen hat viele Vorteile:

  • Latein ist „Gehirngymnastik“; es fördert die Wendigkeit im Denkprozess.
  • Die Erarbeitung der lateinischen Grammatik fördert das Verständnis von Grammatik und Sprache.
  • Die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten in der Muttersprache Deutsch werden erkannt und damit der Wortschatz der Schülerinnen und Schüler vergrößert und ihr Gespür für die Feinheiten einer Sprache geschärft.
  • Der Zugang zu anderen europäischen Fremdsprachen wird erleichtert.
  • Die Fähigkeit, eigene Texte bewusst und sinnvoll zu gestalten, wird geschult.
  • Lateinschülerinnen und -schüler erhalten Einblicke in die Lebens- und Denkweise der Römer und ihr Weiterleben in der Literatur, Politik, Philosophie, Kunst, Rechtsprechung und den Sprachen und Sitten Europas.
  • Mit dem Eintauchen in die Welt der Antike sollen die Schülerinnen und Schüler Interesse, Neugier, Offenheit und Respekt gegenüber fremden Traditionen und Lebensweisen entwickeln.
  • Noch immer ist das Latinum eine Grundvoraussetzung für das Studium zahlreicher Fächer an der Universität. Der Erwerb des Latinums an der Schule (für die zweite Fremdsprache mit Abschluss der Klasse 11) ist leichter und gewinnbringender als an der Universität.

Französisch als zweite Fremdsprache

 

Welche Voraussetzungen werden erwartet?

 

Schülerinnen und Schüler, die Französisch als zweite Fremdsprache wählen möchten, sollten bestimmte Voraussetzungen dafür mitbringen:

  • Interesse an Fremdsprachen
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Lernwille
  • Ausdauer und Durchhaltevermögen
  • Freude an jeglicher Form mündlicher und schriftlicher sprachlicher Betätigung
  • Gehör für Aussprache und Intonation

Was bietet das Fach Französisch?

Wie jede moderne, gesprochene Sprache bietet Französisch kommunikationsfreudigen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit des aktiven Sprachgebrauchs. Nicht zuletzt durch die Gelegenheit der Teilnahme an unserem Schüleraustausch mit Weilmünsters Partnergemeinde Le Cheylard haben Lerner des Faches Französisch die Gelegenheit, ihre Sprachkenntnisse aktiv anzuwenden sowie Land und Leute unseres Nachbarn kennen zu lernen. Des Weiteren erleichtern Französischkenntnisse das Erlernen weiterer romanischer Sprachen, u.a. des Spanischen.

Französisch ist noch immer eine der wichtigsten Weltsprachen und wird von mehr als 180 Millionen Menschen in der Welt als Muttersprache, offizielle Landessprache oder Amtssprache gesprochen.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sind einzigartig auf der Welt! So unterhalten beide Länder gemeinsame Botschaften, einen gemeinsamen Fernsehsender (ARTE) und sowohl deutsche als auch französische Universitäten bieten zunehmend integrierte Studiengänge an, die einen berufsqualifizierenden Abschluss für den deutschen und französischen Arbeitsmarkt vermitteln.

Welche Schwerpunkte setzt der Französischunterricht?

Die Unterrichtssprache ist Französisch. In den beiden ersten Lernjahren wird auch Deutsch gesprochen, doch der Anteil der Fremdsprache wird von Lernjahr zu Lernjahr mehr.

Neben dem Lehrwerk selbst kommen auch Filme, Musik, aktuelle Nachrichtensendungen und Dokumentationen zum Einsatz. Von Muttersprachlern gesprochene Texte werden regelmäßig zur Schulung des Hörverstehens genutzt. Neben dem aktiven Sprechen wird auch auf Aussprache, Rechtschreibung sowie das strukturierte Erlernen der Grammatik – das durch die Arbeit mit dem „Cahier d’activités“ unterstützt wird - Wert gelegt.