35789 Weilmünster

Mühlweg 15

Ein Defibrillator für die Weiltaschule


Retten macht Schule – eine Initiative der Björn Steiger Stiftung – vertreten durch den Leiter der medizinischen Ausbildung, Herrn Dietrich, bildete die Lehrer und Lehrerinnen der Weiltalschule in Sachen Kampf dem Herztod aus.


Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Frau Schmittel klärte Herr Dietrich darüber auf, dass bei plötzlichem Herzstillstand bzw. –flimmern es auf jede Minute ankommt und bereits Siebtklässler in der Lage seien, eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen. Aufgrund dessen startete 2009 die Initiative „Retten macht Schule“ mit dem Ziel, möglichst viele Schüler ab dem 13.Lebensjahr in der Wiederbelebung und dem Laiendefibrillator zu schulen. Bereits über 100.000 Schüler und Schülerinnen seien in Deutschland ausgebildet. Auch der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz spräche sich dafür aus, Wiederbelebungskurse ab der siebten Klasse fest im Lehrplan zu verankern.


Während der zweieinhalbstündigen Fortbildung haben die Lehrkräfte das nötige „know how“ erlernt, um den Wiederbelebungsunterricht selbstständig durchzuführen. Unter anderem wurden der Gesamtschule 15 Übungspuppen, ein Handbuch, eine Schulungs-DVD sowie für den Notfall einen für jeden zugänglichem AED (Automatisierter Externer Defibrillator) zur Verfügung gestellt.


Am Schluss der Veranstaltung dankte die Schulleiterin Herrn Dietrich für die überaus gelungene Weiterbildung und Herrn Mulfinger für die Organisation und notwendige Kommunikation zwischen Stiftung und Schule.  
von: nadja gundermann-neumann

Flüchtlingskinder legten Radfahrprüfung ab

Seit dem 2. Halbjahr des aktuellen Schuljahres werden 11 Flüchtlingskinder in einer Intensivklasse an der kooperativen Gesamtschule unterrichtet. Die Schüler und Schülerinnen im Alter von 10-14 Jahren setzen sich zurzeit ausgiebig mit der deutschen Sprache auseinander und werden aller Voraussicht nach den Sommerferien ihrem Leistungsstand entsprechend in reguläre Klassen eingestuft.

In den vergangenen Wochen beschäftigten sich die Schüler/innen, die aus Syrien und Afghanistan stammen, im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes der Weiltalschule Weilmünster und der Polizei Limburg-Weilburg mit den Regeln und Verhaltensweisen im Straßenverkehr und legten erfolgreich ihre Radfahrprüfung ab.

Nach theoretischer Einweisung, die im Klassenverband stattfand, wurden die Fahrräder der Kinder auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft.

Leider musste Herr Zimmer von der Jugendverkehrsschule einige Mängel feststellen. Defekte Bremsen und fehlende Beleuchtung wurden, soweit die Möglichkeit bestand, repariert und behoben.

Schüler, die noch kein eigenes Rad besitzen, bekamen eines von der Polizei zur Verfügung gestellt.

Zunächst mussten die Flüchtlingskinder ihr Können auf dem Schulhof demonstrieren, dabei stellte sich heraus, dass nicht alle Fahrrad fahren können. Zwei von drei Schülern lernten sehr schnell das Fahren. Eine dritte„Fahranfängerin“ muss noch ein wenig üben, um die benötigte Sicherheit zu bekommen.

Auf den zu fahrenden Übungsstrecken standen die Lehrer/-in Frau Kasperczyk, Herr Baum und Herr Pfeffer unterstützend und helfend zur Seite. Des Weiteren waren sie dafür verantwortlich, das richtige Verhalten der Kinder zu prüfen und im Bedarfsfall Anweisungen zu geben wie beispielsweise der Schulterblick vor dem Abbiegen, dann das Armzeichen gefolgt vom Einordnen bis hin zum Abbiegen.

Aus Sicht der Polizei haben die Kinder die Grundkenntnisse für das sichere Fahren auf der Straße erlernt, wobei noch weiterer Übungsbedarf besteht.

Hohes Interesse am Tag der offenen Tür 2016 der Weiltalschule Weilmünster

WOHIN soll mein Kind im Anschluss an die Grundschule gehen? WELCHE Schulform ist die geeignete? WO wird sich mein Kind wohlfühlen? WO wird es am besten aufgehoben sein?

Fragen über Fragen, die Eltern und Erziehungsberechtigte sich im Hinblick auf den Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe stellen. Viele Antworten, Entscheidungshilfen sowie einen direkten Einblick vor Ort bot die Weiltaltalschule Weilmünster am Samstag, dem 20.2.2016 im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ an.

Der Morgen startete nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Schmittel mit Informationsvorträgen weiterer Schulleitungsmitglieder über die verschiedenen Schulformen, wobei Frau Marcos Navas den Gymnasialbereich, Herr Nierfeld den Real- und Hauptschulzweig und Frau Ochs die Förderstufe vorstellte.

Im Anschluss daran begann ein buntes Treiben in den verschiedenen Gebäuden bzw. Räumen der Schule. Bereits in der Eingangshalle warteten Schüler/innen auf die Besucher und Interessierten. Sie boten Führungen durch die Schule sowie das Außengelände an. Wer in die Fußstapfen von Mozart oder Silbermond treten wollte, war im Musikfachbereich gut aufgehoben, denn dieser glänzte durch den Auftritt des Schulchores und der 1st-class-Rock AG. Nachwuchsforscher hatten in den Naturwissenschaften Experimentiermöglichkeiten und Anschauungsobjekte ohne Grenzen. So gab es in der Biologie beispielsweise einen Igel zu bestaunen, der nun seit mehr als 60 Jahren in einem Glas aufbewahrt wird. Eine Biologielehrerin ergänzte dazu, dass das Tier seinen Winterschlaf vorzeitig beendet hatte, aufgrund dessen verstarb und seit jener Zeit an der Weiltalschule zu Hause ist. Das Mikroskopieren von Tomaten, Paprika und Zwiebeln sowie Informationen über das Pantoffeltierchen waren weitere Anziehungspunkte. Durch sehr anschaulich dargestellte Experimente wie beispielsweise die statische Aufladung mittels eines Luftballons wurde den Besuchern die Physik nähergebracht. Auch die Mathe-Mitmach-Stationen erfreuten sich großer Beliebtheit.

Im Neubau stellte sich der fremdsprachliche Fachbereich vor. Die „Lateiner“ stellten einen Tag bei den Römern dar, die „Franzosen“ überzeugten mit einem Quiz über Frankreich, mit verschiedenen Spielen zu ihrer Sprache demonstrierten die „Spanier“ Möglichkeiten eine Fremdsprache zu erlernen und die „Engländer“ weckten mit „English Games“ das Interesse der Besucher.

Publikumsmagnet war der Nistkastenbau in der Werkstatt und die Blumengestaltung im Kunstraum. Zahlreiche Grundschüler standen Schlange und warteten ungeduldig darauf, endlich loslegen zu dürfen. Das Interesse der ViertklässlerInnen an und die Motivation für kreativ-handwerkliche Arbeiten waren groß. Stolz trugen sie ihre Produkte durch die Schule und anschließend nach Hause.

Mit kulinarischen Gaumenfreuden verköstigte das Küchen-“team“ seine Gäste. Es kreierte köstliche Erdbeer- und Schokoladen –Milchshakes. Des Weiteren verwöhnte der Förderverein die Besucher mit einem reichhaltigen Frühstück und Kuchenbuffet.

Eine Reise durch Deutschland mit anschließendem Quiz bescherten uns die Sextaner in sehr anschaulicher Art und Weise. Der Informatikbereich zeigte gekonnt, welche Spiel am Computer möglich sind. Auch die Streitschlichter stellten ihr Konzept vor und hoffen auf neue Mitglieder im kommenden Schuljahr und damit auf die Weiterführung des Konzepts von der Grundschule auch in Klasse 5.

Die Kletterwand, das Trapez, der Waveboard-Parcours und die Slackline waren mit Begeisterung angenommene Stationen in der gut besuchten Sporthalle. Hier wurden viele vom Ehrgeiz gepackt und probierten neue Bewegungsfelder für sich aus.

Ein großer Dank gilt den Schülern und Schülerinnen sowie den Lehrkräften und dem Hausmeister, die an diesem rundum gelungenen Tag mitwirkten, und allen Gästen, die sich zeit für die Erkundung der Weiltalschule genommen haben.

Sprachkurse für Asylbewerber

In der Weiltalschule Weilmünster konnte am 17.12.2015 der ehrenamtliche Beauftragte für Asylanten und vhs-Außenstellenleiter Wilhelm Gerstner (in Vertretung des Bürgermeisters Manfred Heep) zusammen mit Lehrpersonal und Axel Gebert, dem Leiter der vhs-Hauptstelle Weilburg sowie der Schulleiterin Frau Anette Schmittel rund 40 Asylanten begrüßen, die in den nächsten Monaten an vier Nachmittagen pro Woche Deutsch lernen wollen.

Vermittlung von Grundkenntnissen der deutschen Sprache
Aufgabe und Ziel der Sprachkurse bis Ende Mai 2016 ist die Vermittlung von Grundkenntnissen der deutschen Sprache. Die Dauer der Kurse ist auf 300 Unterrichtseinheiten festgelegt. Der Anspruch auf weitere Deutsch-/Integrationskurse bleibt bestehen. Die Finanzmittel für die Kurse stellt die Bundesagentur für Arbeit einmalig für Asylsuchende aus Eritrea, Syrien, Irak und Iran zur Verfügung, die Räumlichkeiten bietet die Gemeinde Weilmünster und die Weiltalschule an. Die nötigen Materialien werden von der Kreisvolkshochschule gestellt. Kursleiterhonorare und auch die anfallenden Fahrtkosten werden von der vhs (alle in Vorleistung) übernommen. Für die Asylsuchenden sind die Kurse kostenfrei.

Einteilung in zwei Gruppen
Der Personenkreis aus Weilmünster, Möttau und Wolfenhausen, der nach einer Erstaufnahme in privaten - und Sammelunterkünften untergebracht sind, wurden im Vorfeld an drei Terminen sprachlich getestet und in zwei Gruppen eingeteilt, solche mit Kenntnis der lateinischen Buchstaben (z. B. Englisch, Französisch, Deutsch, Türkisch, Kurdisch) und andere die nur Farsi, Tigrinja oder die arabische Schriftsprache kennen. Die Teilnehmenden aus Wolfenhausen wurden schließlich in einen der Limburger vhs Kurse eingebucht, da die Busverbindungen hier besser passten.

Schule stellt Räumlichkeiten zur Verfügung
Axel Gebert bedankte sich bei der Schulleiterin, die zwei Räume zur Verfügung stellte sowie den beiden Hauptorganisatoren, die bereits seit Monaten ehrenamtlich Hilfestellung bei den Flüchtlingen leisteten: Frau Evelyne Thiel und Herr Wilhelm Gerstner.

 

Weitere Kurse im übrigen Kreisgebiet
Schulleiterin Anette Schmittel und vhs-Leiter Axel Gebert wünschten den Teilnehmer/innen viel Erfolg bei Erlernen der deutschen Sprache, die der wichtigste Baustein für ein weiteres, berufliche erfolgreiches Leben in der Bundesrepublik Deutschland sind. Weitere Kurse dieser Art finden z. B. auch in Mengerskirchen-Probbach, Weilburg (Gymnasium Philippinum und Deutsche Jugendherberge Odersbach) und im übrigen Kreisgebiet statt.

Quelle: oberlahn.de, 11.01.2016

Gemeinsame Erlebnisse verbinden

AUSTAUSCH Weiltalschule Weilmünster hat Besuch aus Astana in Kasachstan

Erinnerung an den Besuch in Weilmünster: Die Austauschgruppe der Weiltalschule überreicht ihren Gästen aus Kasachstan T-Shirts mit einem Gruppenfoto. (Foto: Henche)

Den Abschluss des zehntägigen Aufenthalts bildete ein bunter Abend, in dessen Mittelpunkt Musik und Informationen standen und den die Schüler der Weiltalschule gemeinsam mit ihren Gästen gestalteten.

Der Schulchor der Klasse G 6a grüßte zum Auftakt die Gäste mit "Ain’t nobody". Merle Muschhammer erfreute mit zwei Klaviervorträgen, und Sebastian Cromm trug ebenfalls auf dem Klavier die Titelmelodie von "Fluch der Karibik" vor.

Für das Gedicht über eine Vampirdame namens "Valerie von Splitterstein" erhielt Lisa Spiong ebenso viel Beifall wie die deutschen Austauschschüler, die das Lied "Heute hier, morgen dort" vortrugen. Eindrucksvoll war die Präsentation von Lisa Spiong und Mara Haase zur Geschichte der Russlanddeutschen mit Details über die historische Entwicklung.

Die Vorstellung zweier Schüler der Weiltalschule, die als Kleinkinder mit ihren Familien aus Russland und der Ukraine nach Deutschland gekommen sind, bot einen Einblick in die verschiedenen Kulturen und Eigenheiten der Länder.

"Aufregende und ereignisreiche Zeit"

Aber auch die Gäste aus Kasachstan trugen mit Darbietungen zum Gelingen des Abends bei und stellten dabei ihr ausgezeichnetes Deutsch unter Beweis. Mit einer wunderbaren Stimme überzeugte Dascha, die den deutschen Titel "Es gibt kein Weg zurück" und später noch ein kasachisches Lied vortrug. In Deutsch zeigten Adzyk, Dascha und Bacha ein kleines Theaterstück zum Thema intergalaktische Kommunikation.

Mit dem Lied "Boulevard of broken dreams" stellten auch Polina, Igor, Inkar und Dascha aus Astana ihr Können unter Beweis. Dem stand die Rockband der Weiltalschule in nichts nach, die mit Titeln wie "Cool Kids" und "Hold back the river" begeisterte. Für Heiterkeit sorgte ein Rückblick in Bildern auf die gemeinsamen Erlebnisse der zurückliegenden zehn Tage.

Es sei eine aufregende und ereignisreiche Zeit gewesen, erklärte Lehrer Peter Merget, der den Abend moderierte und mit seiner Kollegin Evelyn Schaible die Austauschgruppe betreut. Der stellvertretende Schulleiter Joachim Mulfinger dankte den beiden Lehrern, allen Eltern und Helfern. Sie hätten den Gästen Weilmünster, die Region und deutsche Kultur ein Stück näher gebracht. So gab es unter anderem eine Führung durch den Marktflecken und die Heimatstube, einen Besuch im Haus der Geschichte in Bonn sowie eine Fahrt nach Weilburg. Die gemeinsamen Erlebnisse würden verbinden und Freundschaften wachsen lassen, die hoffentlich lange halten, wünschte sich Mulfinger.

Die Austauschschüler aus Weilmünster überreichten ihren Gästen jeweils ein T-Shirt mit einem Gruppenfoto, das an die Zeit in Deutschland erinnern soll. Im Frühjahr nächsten Jahres werden die Weiltalschüler der Austauschgruppe zu einem Gegenbesuch nach Astana in Kasachstan reisen. (hen)

Quelle: Weilburger Tageblatt, 18.10.2015