35789 Weilmünster

Mühlweg 15

FRAGEN UND ANTWORTEN: INTERVIEW MIT HERRN HEEP

David: Wollten Sie schon immer Bürgermeister werden?

Hr. Heep: (Lacht). Die Frage bekomme ich immer wieder gestellt. Ich denke, das ist ein Amt, das kann man nicht anstreben. Es ist auch kein Lehrberuf. Ich glaube diejenigen, die das Bürgermeisteramt zielgerichtet anstreben, werden es meist nicht erreichen. Entscheidend ist, dass man die Zustimmung der Bevölkerung erhält. Insofern sind es mehr oder weniger zufällige Fügungen im Laufe eines Lebens, dass irgendjemand auf einen aufmerksam wird und man die Möglichkeit geboten bekommt sich dann zur Wahl zu stellen. Aber ich mache die Tätigkeit gerne und bin froh, dass ich es werden konnte.

René: Finden Sie es als Bürgermeister interessant?

Hr. Heep: Ich denke, das habe ich schon mit ersten Frage zum Teil bereits  beantwortet. Ja, ich finde die Tätigkeit schon sehr interessant, sonst hätte ich mich sicherlich 1994 nicht dafür entschieden, mich zur Wahl zu stellen. Man hat dort viele Möglichkeiten, die eine andere Tätigkeit in der Form nicht bietet.

Miguel: Was motiviert sie bei Ihrer Arbeit in Weilmünster?

Hr. Heep: Was mich insbesondere motiviert ist, dass man die Situation oder die Gestaltung des Ortes verändern und verbessern kann. Ich glaube, das ist die große Herausforderung in diesem Amt, dass man in der Lage ist, das Bild eines Ortes und auch die Lebensverhältnisse für die Bevölkerung entsprechend mitzugestalten. Wenn ich mal zurückblicke, wie Weilmünster vor 22 Jahren ausgesehen hat und wie Weilmünster heute aussieht, hat sich doch bisschen was verändert. Ich glaube, es ist vielen gar nicht mehr so bewusst. Wenn sie heute jemanden fragen, wie z.B. der Bereich ALDI vor 10 Jahren ausgesehen hat. Da stand das Möbelhaus Zeller, aber viele können sich das heute gar nicht mehr so vorstellen, sie meinen, dieser Bereich sei schon immer so gewesen. So gibt es zahlreiche Beispiele. Ja, das ist die reizvolle Aufgabe, dass man mit anderen gemeinsam etwas bewegen kann für den Ort und, dass man insgesamt damit für die Menschen etwas positives erreichen kann.

Lilly: Welche Aufgaben hat man als Bürgermeister?

Hr. Heep: Zunächst mal bin ich als Chef der Verwaltung verantwortlich für alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist einmal die Verwaltung, der gemeindliche Bauhof, der Forst, die Kindergärten, die Gemeindeschwestern-Station - das sind die großen Bereiche der Gemeinde. Ich bin immer wieder überrascht, ich habe mich vor kurzem wieder mal vertraut gemacht mit der Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei uns beschäftigt sind. Wir haben mittlerweile über 140 Beschäftigte in unterschiedlichen Funktionen, da sind auch Teilzeitkräfte dabei, wie die Hausmeister in den Bürgerhäusern, aber es ist schon eine große Anzahl. Insbesondere in den letzten Jahren sind die Bereiche Kindergarten und Gemeindeschwestern-Station deutlich größer geworden. Das ist zunächst mal eine Aufgabe, dass man verantwortlich ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die zweite Aufgabe ist die, dass man auch Dinge anregen / initiieren muss, für mich die wichtigste Aufgabe eines Bürgermeisters heute. Letztendlich geht ein Großteil dessen, was in Weilmünster passiert vom Rathaus aus, das heißt also, wir beschäftigen uns in der Verwaltung mit gewissen Themen, machen den gemeindlichen Gremien, sprich Gemeindevorstand und Gemeindevertretung Vorschläge und hoffen, dass diese dort Zustimmung finden. Wenn uns dann noch die nötigen Geldmittel zur Verfügung stehen, können wir das auch machen. Das sind die schwerpunktmäßigen Aufgaben, das heißt also Chef der Verwaltung, zweitens dann Initiator für bestimmte Dinge und dann muss man auch noch ein bisschen Moderator sein. Denn es ist ja wie man es oft erlebt oder auch in der Zeitung liest, es gibt unterschiedliche Standpunkte und unterschiedliche Meinungen zu bestimmten Fragen und Themen und dann muss man versuchen, in Gesprächen mit vielen, ein Ergebnis zu erzielen und am besten das Ergebnis, dass man gerne hätte (lacht). Das ist das Ziel.

Lorin: Wie viel Verantwortung trägt die Aufgabe Bürgermeister von Weilmünster zu sein?

Hr. Heep: Ich habe ja schon deutlich gemacht, was die Aufgaben sind und ich glaube dadurch wird auch schon die Verantwortung zum Teil beschrieben. Das ist einmal die Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum anderen geben wir im Laufe eines Jahres auch sehr viel Geld aus. In einer Gemeinde wird sehr viel Geld bewegt, die laufenden Einnahmen und Ausgaben des Jahres belaufen sich in einer Größenordnung von 18-19 Mio. Euro - von Jahr zu Jahr jedoch etwas schwankend. Das sind die laufenden Ausgaben, das heißt also für die Entlohnung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, u.a auch für die Unterhaltung der Kindergärten, Bürgerhäuser, Schwimmbäder. Auch die Straßen, die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung verursachen immense Kosten. Weiterhin tätigen wir jährlich noch größere Investitionen, das heißt wenn wir jetzt eine Straße bauen, wenn wir irgendwo ein Bürgerhaus sanieren, wenn wir einen Kindergarten erweitern - das sind dann separate Investitionen, die spielen sich in einer Größenordnung von 4,5-5,5 Mio. Euro pro Jahr ab. Das ist schon einiges und erklärt auch ein bisschen die Verantwortung, die man als Bürgermeister gemeinsam mit anderen hat. Ich bin nicht allein dafür verantwortlich, da die Maßnahmen in der Regel auf Beschlüssen der gemeindlichen Gremien beruhen aber am Ende des Weges, wenn etwas nicht funktioniert, bin ich derjenige, der dafür irgendwo den Kopf hinhalten muss und letztendlich auch dafür kritisiert wird. Das ist so, aber das ergibt sich aus Funktion des Bürgermeisters.

Marie: Gab es Momente, in denen sie lieber nicht Bürgermeister von Weilmünster gewesen wären?

Hr. Heep: Nein, die gab es eigentlich in der Form noch nicht. Natürlich gibt es auch Situationen, wo Aufgaben schwierig sind, wo die politische Auseinandersetzung etwas intensiver ist. Da kann man nicht sagen, alles wunderbar, alles Sonnenschein, sondern dann fällt das Amt sicherlich etwas schwerer. Aber in der Situation, wo ich sagen würde, ich wollte lieber nicht Bürgermeister von Weilmünster sein, war ich bisher noch nicht.

David: Was planen Sie noch alles für Weilmünster?

Hr. Heep: Selbstverständlich hat man gewisse Vorstellungen, wie sich die Gemeinde entwickeln soll. Was in den letzten Jahren einen Schwerpunkt bildete, war die medizinische Versorgung. Das habe ich frühzeitig als ein besonders wichtiges Thema für ländliche Gemeinden eingeschätzt. Wir sind seit dem Jahr 2007 mehr oder weniger auf dem Weg, diesbezüglich einiges zu tun und es gibt auch mittlerweile das Medizinische Versorgungszentrum mit den Allgemeinmedizinern und Fachärzten: einen Kinderarzt haben wir, eine Gynäkologin, einen Kardiologen, eine Dermatologin und das ist ganz wichtig in der heutigen Zeit in den ländlichen Regionen. Auf dem Land wird die medizinische Versorgung zunehmend schwieriger, wie es sich in vielen anderen Gemeinden zeigt. Die Zukunft wird sich in diesem Bereich weiterhin schwierig gestalten. Es ist daher gut, dass wir das MVZ als Grundlage unserer medizinischen Versorgung haben. Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, es weiter auszubauen, dass es gelingt, noch den einen oder anderen Facharzt für Weilmünster zu bekommen. Das wäre eine schöne Entwicklung. Dann, was mir ganz ganz wichtig ist, ist die innerörtliche Entwicklung, dass Weilmünster als Wohn- und Lebensmittelpunkt attraktiv bleibt. In den Ortsteilen, aber auch in der Kerngemeinde steht das ein oder andere Haus leer - das wäre wichtig, dass uns das gelingen könnte, dass wir dies verändern und wieder Nutzungen finden oder, dass wir die Innerortslagen in Teilbereichen komplett neu gestalten können und insofern glaube ich auch, dass Weilmünster in 20 Jahren sicherlich anders aussehen wird als heute. Wahrscheinlich wird es sich noch deutlicher verändern, als die letzten 20 Jahre und das ist die große Zukunftsaufgabe. Es wird aber weitere Herausforderungen geben, an die wir heute noch nicht denken.

René: Wieso wollten Sie Bürgermeister werden?

Hr. Heep: Es war nicht mein Lebenstraum seit meiner frühsten Kindheit Bürgermeister zu werden, sondern das hat sich eigentlich im Laufe der Jahre und nach meiner beruflichen Tätigkeit entwickelt und dann habe ich irgendwann die Chance gehabt, mich zur Wahl zu stellen. Ich habe das gerne gemacht, weil ich einfach die Möglichkeiten nutzen wollte, die ich als Bürgermeister für die Gestaltung eines Ortes habe. Das war der Grund, weshalb ich mich entschlossen habe, mich zur Wahl zu stellen. Das ganze läuft ja dann immer über Wahlen. Die erste Entscheidung ist, man stellt sich zur Wahl, das ist aber nur die eine Entscheidung. Dann muss man auch noch gewählt werden, das ist dann die zweite Entscheidung, die treffen aber andere und so kam es dann: 1994 hat mich jemand gefragt, ob ich es gerne machen möchte und dann habe ich mir das eine Woche überlegt, gemeinsam mit meiner Frau und bin dann zum Ergebnis gekommen, jawohl ich will es probieren und dann hat es auch noch geklappt.

Miguel: Welche Ausbildung benötigt man, um Bürgermeister zu werden?

Hr. Heep: Gar keine. Das ist ja das Enttäuschende, man braucht im Grunde keine berufliche Qualifikation, um Bürgermeister zu werden. Das heißt jeder könnte theoretisch Bürgermeister werden, sofern er denn von der Bevölkerung gewählt werden würde. Es ist natürlich kein Fehler, wenn man eine ordentliche Ausbildung hat (lacht), es könnte hilfreich sein. Also rein tatsächlich braucht man keine Ausbildung. Ich kann es jetzt für mich sagen, ich habe Jura studiert, habe das Erste und Zweite Staatsexamen gemacht und habe dann 6,5 Jahre als Jurist gearbeitet bevor ich das Amt des Bürgermeisters übernommen habe.

Lilly: Werden Sie in Zukunft den Spielplatz verändern? Und neue Geräte anschaffen, um ihn attraktiver zu machen?

Hr. Heep: In erster Linie geht es um einen Spielplatz, der nicht unbedingt eurer Altersgruppe anspricht, sondern ja eher Kindergarten- und Grundschulkinder anspricht, insoweit ist dieser wahrscheinlich auch ausgestattet, für etwas Ältere bzw. Jugendliche bietet der nicht so viel. Aber wir gucken natürlich immer, dass wir derartige Spielplätze in Ordnung halten, dass wir, falls erforderlich, ein neues Spielgerät aufstellen, was nach Möglichkeit interessant und attraktiv ist. Nur, man muss natürlich auch feststellen, aufwendige Spielgeräte kosten zum Teil sehr viel Geld und man ist schnell bei 10.000-12.000 Euro pro Spielgerät, wenn diese etwas komfortabler sein sollen - das ist die Größenordnung.

Lorin: Was schätzen bzw. mögen sie an Weilmünster?

Hr. Heep: Ich habe im Laufe der letzten 22 Jahre Weilmünster intensiver kennengelernt und habe vor allen Dingen auch die Bevölkerung kennengelernt. Was ich von Anfang an, an Weilmünster geschätzt habe war, dass man hier zwar in einer Landgemeinde lebt, die aber doch im Hinblick auf die Einkaufssituation und die sonstigen Angebote gewisse, ja zumindest kleinstädtische Strukturen hat. Wir haben einen besonders guten Einzelhandel nach wie vor und das ist sicherlich eine der Stärken von Weilmünster über viele Jahrzehnte und ich hoffe, dass wir das in den nächsten Jahren einigermaßen beibehalten können, wobei es für die Einzelhändler zunehmend schwieriger wird. Der Einzelhandel hat es auf dem Land sehr viel schwerer, als in den Städten, aber dieses umfangreiche Angebot hat mich sehr beeindruckt und halte ich für ein ganz großes Plus von Weilmünster. Jeder, der in Weilmünster einkauft, zum Arzt geht und vieles mehr, kann dazu beitragen, diese Infrastruktur zu erhalten. Die Weilmünsterer - die Menschen sind mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen, ich finde auch, es sind sehr angenehme Menschen, sehr kommunikativ. Es gibt auch Kritiker, die muss man auch haben in dem Amt. Das ist alles nicht so schlimm, solange es einigermaßen im Rahmen bleibt und solange man dann letztendlich fair miteinander umgeht, ist das alles erträglich. Also das ist eine ganz normale Situation, das wird jedem einzelnen von euch auch so gehen. Wie gesagt, ich finde zunächst mal die Strukturen, die Einkaufssituation in Weilmünster sehr positiv und ich habe mich im Zuge der 800-Jahr Feier nochmals intensiver mit der Geschichte Weilmünsters beschäftigt und kann dann feststellen, es ist schon eine sehr beeindruckende Geschichte, was im Laufe dieser Jahrhunderte durch die Menschen hier in Weilmünster erreicht werden konnte und das denke ich, spiegelt sich auch in Vielem wider, von dem wir heute noch profitieren.

Marie: Wo ist ihr Lieblingsplatz in Weilmünster? Wo halten Sie sich gerne auf?

Hr. Heep: Also es gibt da sicherlich zwei ganz besonders angenehme Plätze. Das ist einmal der Kirberg hier in Weilmünster und dann gibt es den Möttauer Weiher. Das sind so die herausragenden Punkte, an denen man die Schönheiten der Natur genießen kann. Es gibt weitere wunderschöne Plätze in Weilmünster und den Ortsteilen.

David: Möchten Sie noch lange Bürgermeister sein?

Hr. Heep: Für euch bin ich ja schon sehr alt (lacht) - also relativ alt. Ich bin 57 Jahre alt und ich mache dieses Amt jetzt 22 Jahre, also so lange werde ich es nicht mehr machen können. Also nochmal 22 Jahre, da wäre ich 79 - das ist also wenig wahrscheinlich, aber ich will es schon noch ein paar Jahre machen. Es setzt ja immer voraus, dass die Menschen einen noch wollen.

René: Wie sieht Weilmünster in 50 bzw. 100 Jahren aus? Was denken sie?

Hr. Heep: Gute Frage. Also hellseherische Fähigkeiten habe ich sicherlich keine, um das sicher zu prognostizieren. Wahrscheinlich hätten in den 60er Jahren nur die Wenigsten sagen können, wie Weilmünster heute aussieht. Das ist schon eine gewagte Prognose. Ich glaube aber schon, dass wir sehr gute Grundlagen bzw. Voraussetzungen haben für eine gute Entwicklung - auch in den nächsten 50 Jahren. Wichtig ist vor allen Dingen und das ist ja worunter einige ländliche Regionen in Hessen sehr leiden, dass es uns gelingt, einen Bevölkerungsrückgang zu vermeiden. Also bei uns ist es noch nicht ganz so nennenswert, wie in Nord- oder Osthessen - da sieht es ganz anders aus. Also wichtigste Voraussetzung für eine positive Entwicklung in den nächsten Jahren / Jahrzehnten wäre, dass wir den Bevölkerungsstand / Einwohnerstand, so wie wir ihn heute haben, annähernd halten können. Das wäre eine wichtige Voraussetzung, weil wenn Einwohner deutlich weniger werden, wird darunter die Infrastruktur leiden, d.h. also alles was damit zusammenhängt: Schulen, Kindergärten, medizinische Versorgung,  Schwimmbad - all diese Dinge werden dann deutlich schwieriger zu finanzieren sein, wenn eine Gemeinde hinsichtlich der Einwohner deutlich kleiner wird. Daher hoffe ich, dass wir diese Entwicklung vermeiden können. Es muss uns immer wieder gelingen, junge Familien im Ort zu halten bzw. junge Familien in den Ort zu bringen, damit wir eine Perspektive für die Zukunft haben.

Miguel: Gibt es für die 800-Jahr-Feier irgendwelche Besonderheiten?

Hr. Heep: Es gibt einige Veranstaltungen. Das Jubiläumsjahr hat ja schon begonnen vor gut einer Woche mit der akademischen Feier anlässlich der 800-Jahr Feier. Dann gibt es auch für euch etwas: ein Rockkonzert. Unser Jugendpfleger, Herr Valley, hat es organisiert und soll wohl am 13.05.2017 stattfinden. Dann haben wir noch verschiedene andere Veranstaltungen: im Juli oder August ist die historische Ernte, es gibt ein gemeinsames Chorkonzert mit Herrn Armin Friedrich. Das sind so die Highlights - also es gibt eine Vielzahl an Veranstaltungen in diesem Jubiläumsjahr 2017. Es sollte für jeden etwas dabei sein.

Lilly: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Hr. Heep: Was mache ich in meiner Freizeit, sofern ich welche habe? (lacht). Es ist ja eine Tätigkeit, die einen zeitlich sehr beansprucht. Es sind viele Abendtermine oder auch Wochenendveranstaltungen. Insoweit ist die Freizeitgestaltung nicht so sehr schwierig, da sie sehr begrenzt ist, aber wenn ich etwas mache, gehe ich spazieren oder fahre Fahrrad. Das sind so die üblichen Freizeitbeschäftigen. Bisschen Fahrrad fahren, aber keine Strecken von 30-40 km - ich fahre dann mal schnell 10 km und dann ist das genug - aber selten. Wie gesagt, also ich gehe des Öfteren mit meiner Frau spazieren. Gelegentlich liege ich dann auch mal auf der Couch, das kommt auch manchmal vor (lacht).

Lorin: Waren Sie früher ein guter Schüler?

Hr. Heep: Das ist jetzt eine Frage (lacht). Also ich war sicherlich so im Durchschnitt - also ich war kein ausgezeichneter Schüler. Ich war ein gut durchschnittlicher Schüler würde ich jetzt einfach mal denken, mit besonderen Stärken in den Sprachen. Die Naturwissenschaften habe ich auch gemacht - waren aber nie meine große Leidenschaft, das kann ich behaupten. Also Sprachen habe ich immer gerne gemacht. Englisch und Französisch habe ich gelernt und als dritte Fremdsprache dann auch Latein. Aber es ist sicher kein Fehler, wenn man ein sehr guter Schüler ist. Ist immer ein Vorteil (lacht). Die schulischen Leistungen sind schon sehr wichtig.

Adventskonzert der Weiltalschule in der Vitos Klinik in Weilmünster

Mit einem schönen Adventsbesuch haben die Kinder des Fachbereichs Religion der Weiltalschule die Patienten der Vitos Klinik in Weilmünster erfreut. Mit Sang und Klang trafen die Kinder am Freitagvormittag ein und brachten nicht nur ihre Stimmen, sondern auch ihre Instrumente und jede Menge Weihnachtsstimmung ins Haus. Unterstützt von schönen Ansprachen wurden von der Blechbläser-AG zwei Lieder vorgetragen, deren Klang durch die Flure der Klinik hallten und so bis in die Zimmer der Patienten zu hören waren.

Auch ein Chor bestehend aus Kindern der Förderstufe 6 brachten Bewohner und Mitarbeiter durch ihre stimmungsvoll vorgetragenen Lieder in Vorfreude auf Weihnachten, sodass zuletzt zum gemeinsamen Singen ausgesuchte Weihnachtslieder beschwingt von Patienten und Pflegern mitgesungen wurden.

Die andächtige Stimmung wurde derweil von Adventsgedichten begleitet, die zwei Schüler der Jahrgangsstufe 9 vortrugen.

Schülerinnen und Schüler stimmen auf den Advent ein

SCHULE: Weiltalschule lädt zum adventlichen Konzert in die evangelische Kirche Weilmünster

Weilmünster. Unter dem Motto "Singen und Musizieren im Advent" hat die Weiltalschule zu ihrem traditionellen Adventskonzert in die evangelische Kirche eingeladen. Dabei regten die Schülerinnen und Schüler zum Hörgenuss, Innehalten und Nachdenken ein.

Eigentlich sei der 14. Dezember ein besonderer Tag, zeigten sich doch die größte Anzahl an Sternschnuppen der Geminiden und der "Supermond", sagte Schulleiterin Anette Schmittel zur Begrüßung. Da beides am grau-trüben Weilmünsterer Abendhimmel nicht sichtbar sei, laden die Schülerinnen und Schüler der Weiltalschule mit den Beiträgen ihres adventlichen Konzerts dazu ein, eigene Lichtpunkte zu finden und sich auf die weihnachtliche Zeit einzustimmen. Pfarrerin Konstanze Buddruss sieht im Konzert der Weiltalschule auch für sich ein willkommenes Innehalten in der vorweihnachtlichen Hektik und grüßt die Gäste in der voll besetzten Kirche mit einem Adventsgedicht von Christian Morgenstern.

Nach fleißigem Üben in der Schule zeigten die Schülerinnen und Schüler ihr Können im festlichen Rahmen. Den Auftakt machte Klasse G5a mit "Alle Jahre wieder" und "Mach dich auf und werde Licht". Peter Merget, der Moderator des Abends, freute sich, dass die gesamte Klasse gemeinsam ihre Lieder sang und instrumental begleitete, doch dann folgte eine Gruppe aus der gleichen Klasse, die das wohlbekannte Gedicht "Die vier Kerzen" von Elisabeth Bihler vortrug. Das Thema Licht stellten auch die Religionsschülerinnen und -schüler der Klassen 6 mit ihren Kerzen und ihren Liedbeiträgen "Zünd ein Licht an" und "Gott ist nah", begleitet von Kerstin Ochs und Hendrik Pfeffer an Klavier und Gitarre, stimmungsvoll vor.

Wer jetzt noch nicht in adventlicher Stimmung war, dem wurde von Jonas Spengler aus Klasse R7b mit "Fünf Minuten echten Advent" in einer Kurzanweisung gezeigt, was man tun muss, um den Advent erfühlen und erschmecken zu können. Ida Lütticke und Hannah Landschoof aus der R10a beeindruckten mit ihrem vierhändigen Klavierspiel und dem Stück "New York bei Nacht". Zusammen mit seiner Mutter Sabine Lenz am Klavier spielte Johannes Lenz aus der G6b auf der Violine das Vivace aus der Pastorale von Christoph Förster.

Unterbrochen wurden die musikalischen Beiträge von teils heiteren, teils nachdenklichen Worten, die Rebecka Dieterle und Isabel Scherer mit ihren Schülerinnen und Schülern zusammengestellt haben. Mit dem Gedicht "Vom Schenken" von Joachim Ringelnatz erinnerte Juliana Maxi Herzmansky aus der G9 daran, dass man auch immer sich selbst mitschenkt. Jonah Wagner aus der G6b schloss sich gleich mit Yirumas "River flows in you" an. Anschließend ertönten Klänge von der Orgelempore, auf der sich die Bläser-AG der Weiltalschule, geleitet von Kerstin Ochs und Rafael Bubolz, plaziert hatte. "Jingle Bells" zeigte schwungvoll ihr musikalisches Können. Jerome Achilles aus der H9a ergänzte mit dem Gedicht "Vorweihnachtstrubel" von Ursel Scheffler nonchalant, dass man sich in den zahllosen vorweihnachtlichen Betätigungen ein wenig Zeit für sich und Raum für das Christkind lassen solle.

Bei der Vorführung von Mariah Careys "All I want for Christmas" setzte die Chor-AG unter der Leitung von Rafael Cano Garcia ihren musikalischer Akzent und entführte die Besucher in das Reich der Popmusik. Die von Tobias Schneider geleitete Rockband antwortete "All I want for Christmas is New Years Day" und füllte das Gotteshaus mit rockigen Klängen der britischen Band Hurts. Gelungen war auch die Zusammenarbeit der Chor-AG mit der First-Class-Rock-AG unter der Leitung von Kerstin Ochs, die miteinander "Do they know it's Christmas" von Bob Geldorf und Midge Ure präsentierten.

Zum Abschluss gab es noch einmal einen letzten ebenso begeisterten wie lange anhaltenden Applaus für alle Mitwirkenden, ehe die Bläser-AG das gemeinsam gesungene Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent" zum Konzertausklang begleitete.

 

Die Chor-AG unter Leitung von Herrn Cano Garcia mit „All I want for Christmas is you“.

 

Jonas Spengler beschreibt, wie man in fünf Minuten einen „echten Advent“ erleben kann und genießt Tee und Weihnachtsplätzchen.

Klasse G5a singt und musiziert gemeinsam mit Herrn Merget.

 

Fröhlich erklingen die Stimmen der Chor-AG.

 

Jerome Achilles warnt vor allzu viel Weihnachtstrubel.

Rockige Klänge erfüllen die evangelische Kirche in Weilmünster.

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen an der Weiltalschule in Weilmünster

Am 12. Dezember fand in der Weiltalschule der alljährliche Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt. In den vergangenen Wochen wurde bereits fleißig geschmökert und vorgelesen und die Mitschüler und Mitschülerinnen ermittelten ihren jeweiligen Klassensieger bzw. ihre Klassensiegerin.

Die fünf besten Leser und Leserinnen standen nun letztendlich fest: Lea Fritsch (G6a), Vanessa Plasczyk (F6a), Emily Riedel (F6c), Jasper Schad (F6b) und David Thurn (G6b) traten im Schulentscheid der Weiltalschule gegeneinander an.

Hierzu waren einige Mitschüler, aber auch Verwandte der Wettbewerber und Wettbewerberinnen herzlich in die weihnachtlich geschmückte Mediothek der Schule eingeladen worden, um ihren Favoriten moralisch zu unterstützen.

 

(Foto: vordere Reihe v.l.n.r.:  Lea Fritsch, Vanessa Plasczyk, Jasper Schad, David Thurn;
hintere Reihe v.l.n.r.: Frau Weis, Fr. Scherer, Fr. Schmid)

Nach einer Begrüßung durch Schulleitungsmitglied Frau Ochs und einem gemeinsam angestimmten Weihnachtslied begannen die Schüler und Schülerinnen ihre eigens mitgebrachten und vorbereiteten Texte vorzulesen. Das Publikum und die Jury hörten gespannt zu und alle tauchten ein in die Welt von Pferd „Ostwind“ und „Pippi Langstrumpf“. Sie amüsierten sich über die Auszüge aus „Gangsta Oma“ und die Beschreibung des beschwerlichen Alltags der jugendlichen Superhelden im Buch „Schurken überall“. Auch der Ausschnitt aus dem Abenteuerroman „Abgrund“ fesselte die Zuhörer.
Im Anschluss an die gelungenen Beiträge erhielten die Kontrahenten von Deutschlehrerin Frau Weis ihnen unbekannte Textabschnitte aus dem Jugendbuch „Star“ von Sarah Naoura, für die sie nun drei Minuten Vorbereitungszeit bekamen. Nacheinander trugen sie ihre Textabschnitte vor und machten den Zuhörern dabei Lust darauf, mehr von Protagonist Marko und seinen abenteuerlichen Verwicklungen zu erfahren. Während sich die Jury (Fr. Scherer, Fr. Schmid, Fr. Weis) zur Bewertung zurückzog, stärkten sich die Leser und Leserinnen mit Weihnachtsgebäck und warteten gespannt auf die Ergebnisse. Textsicherheit, Betonung und Ausdruckskraft sowohl des bekannten als auch des unbekannten Textes wurden bewertet.

Dann stand der Sieger des Vorlesewettwerbs endlich fest: David Thurn qualifizierte sich für die Teilnahme am Kreisentscheid in Limburg und wird dort die Weiltalschule vertreten.

Emily Riedel belegte den zweiten Platz und Lea Fritsch wurde Drittplatzierte. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden mit einem Gutschein der Residenzbuchhandlung beschenkt und können stolz auf ihre gelungenen Beiträge sein. 
Bericht: Jana Schmid

Viele gelungene Eindrücke von den Angeboten der weiterführenden Schule

Tag der offenen Tür an der Weiltalschule am Samstag, den 03.12.2016

WOHIN soll mein Kind im Anschluss an die Grundschule gehen, WELCHE Schulform ist die geeignete, WO wird sich mein Kind wohlfühlen, WO wird es am besten aufgehoben sein, …?

Fragen über Fragen, die Eltern und Erziehungsberechtigte sich im Hinblick auf den Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe stellen. Viele Antworten, Entscheidungshilfen sowie einen direkten Einblick vor Ort bot die Weiltaltalschule Weilmünster am Samstag, den 03. Dezember 2016 im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ an.

Der Morgen startete nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Anette Schmittel mit einem glänzenden Auftritt der Chor-AG unter der Leitung von Herrn Rafael Cano Garcia. Gleichzeitig begrüßten Schülerinnen und Schüler der Weiltalschule in der Eingangshalle die Besucher und verteilten Flyer, die einen Überblick über Infovorträge und musikalische Vorführungen gaben.

Die Schulleitungsmitglieder informierten mehrfach alle Interessierten über die verschiedenen Möglichkeiten der Schulformen, wobei Frau Schmittel den Gymnasialbereich, Herr Ingo Nierfeld den Real- und Hauptschulzweig und Frau Kerstin Ochs die Förderstufe vorstellte.

Wichtige Informationen über die pädagogische Mittagsbetreuung sowie das 10. Hauptschuljahr erhielten die Interessierten in der Eingangshalle. Auch die Streitschlichter stellten ihr Konzept vor und hoffen auf neue Mitglieder im kommenden Schuljahr. Außerdem stellte der Förderverein sein Betätigungsfeld vor. Des Weiteren informierte die Schülervertretung über ihre Aufgaben und setzte sich für das Projekt „Health for Uganda“ ein, indem sie Spenden entgegennahm und Produkte aus Uganda verkaufte.

Ferner konnte man erfahren, dass im kommenden Jahr eine Studienfahrt nach Südengland stattfindet.

Im Hauptgebäude und in der Sporthalle vollzog sich ein buntes Treiben. Im Einzelnen konnte Folgendes betrachtet, mitgemacht und bestaunt werden:

Wer sich von den vielfältigen instrumentalen und gesanglichen Einlagen inspirieren lassen wollte, war im Musikfachbereich gut aufgehoben, denn dieser glänzte weiterhin durch den Auftritt der 1st-Class-Rock-Band und der Klasse F6c. Insbesondere für Nachwuchsforscher waren die Naturwissenschaften mit ihren sehr anschaulich dargestellten Experimenten wie zum Beispiel der Herstellung von Badekugeln oder der Entschlüsselung geheimer Botschaften vom Weihnachtsmann und dem Mikroskopieren ein weiterer Anziehungspunkt. Auch die Mathe-Mitmach-Stationen erfreuten sich großer Beliebtheit. Der Informatikbereich zeigte gekonnt, welche Spiele am Computer möglich sind und wie man bunte Weihnachtskarten mit Word gestaltet. Bücherwürmer, Rätselrater und Medienexperten erkundeten mit großer Begeisterung das vielfältige Angebot der Mediothek, wo man zudem an einem spannenden Quiz mit anschließender Preisverleihung teilnehmen konnte.
(Foto: Gemeinsam geht’s besser – Schülerinnen und Schüler der Weiltalschule unterstützen interessierte Grundschülerinnen und Grundschüler.)

Die Ski- und Snowboard-AG informierte über ihre Lehrfahrt und bot die Möglichkeit, die Geschicklichkeit im Snowboardfahren per Wii zu erproben.

Im ersten Stockwerk stellte sich der fremdsprachliche Fachbereich vor. Die „Lateiner“ ließen die Besucher in römische Mythen eintauchen, die „Franzosen“ überzeugten mit sehr anschaulichen Dialogen aus dem Anfangsunterricht, die „Spanier“ luden die Besucher ein, mit ihnen in einen kurzen Dialog in der Fremdsprache zu treten und die „Engländer“ boten unterschiedliche Spielstationen und Betätigungen am Whiteboard an. Eine Reise durch Russland mit anschließendem Quiz bescherten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des Kasachstanaustausches in sehr anschaulicher Art und Weise.

Publikumsmagnet war das Planetarium in der Sporthalle. Über den Tag verteilt fanden drei 45-minütige Vorführungen statt, die restlos ausgebucht waren. Die zahlreichen Grundschüler standen Schlange und warteten ungeduldig darauf, sich endlich mit dem Eisbären Vladimir und dem Pinguin James auf eine Reise durch das Universum zu begeben, um das Sonnensystem zu entdecken.

Die Kletterwand, der Waveboard-Parcours und die Slackline waren mit großem Interesse angenommene Stationen in der gut besuchten Sporthalle. Hier wurden viele vom Ehrgeiz gepackt und probierten neue Bewegungsfelder für sich aus.

Sehr viel Spaß bereitete den Grundschülern der Nistkastenbau und das Herstellen von Christbaumschmuck aus Holz im Werkraum sowie das Basteln in der weihnachtlichen Kreativwerkstatt. Dies beweist, dass es von enormer Wichtigkeit ist, kreativ-handwerkliches Arbeiten weiterhin zu fördern. Der Eierfall, der Turmbau und der Zusammenbau einer Brücke im Bereich der Kompetenzfeststellung „Kompo“ in der Arbeitslehre stellte die Grundschüler vor ziemlich knifflige Herausforderungen, die sie jedoch erfolgreich meisterten.

Mit der Jahreszeit entsprechenden Gaumenfreuden verköstigte das Küchenteam die Besucher. Seine Mitglieder stimmten diese mit dem Duft frisch gebackener Plätzchen auf die gemütliche Adventszeit ein.

In bewährter Manier kümmerte sich der Förderverein um diejenigen, die sich in der Mensa eine Pause bei Kaffee und Kuchen gönnten.

Ein großer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften und den Hausmeistern der Weiltalschule, die an diesem rundum gelungenen Tag mitwirkten. (von: Rebecka Dieterle und Elke Figge)

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